Christina Georgina Rossetti (1830 – 1894)

Tochter von Gabriele Rossetti, einem neapolitanischen Flüchtling, und Frances Mary Lavinia Polidori. Frances Bruder John Polidori, war ein Dichter, Leibarzt und Reisebegleiter von Lord Byron. Polidori und Byron lernten Mary Shelley und deren Mann am Genfersee kennen und pflegten das Erzählen von Schauergeschichten.

Christina Rossetti Porträt

Christina Rossetti by Dante Gabriel Rossetti, chalk, 1866, private collection

Christinas Bruder war der bekannte präraffaelitische Maler Dante Gabriel Rossetti. Es wundert nicht, dass Christina schon früh Gedichte schrieb, später unter einem Pseudonym für die Zeitschrift der Präraffaelitischen Bruderschaft. Weil Christina sehr gläubig war, gab sie beispielsweise das Schachspielen auf, weil sie sich allzu sehr über das Gewinnen freute. Ihre Liebe zu Cayley, einem Russen, der bei ihrem Vater Englisch studierte, scheiterte daran, dass Cayley Agnostiker war.

Christina reiste viel und lebte mit ihrer Familie. Sie kränkelte Zeit ihres Lebens und erlag schließlich einem langwierigen Leiden. In ihrer Lyrik finden sich Motive von Liebe, Tod, Jenseits, unglücklicher Liebe und zahlreiche Kindergedichte.  Die Rose war ihr persönliches Symbol und findet sich in vielschichtigen Bedeutungen in ihren Gedichten wieder.

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When I am dead, my dearest, 1862

When I am dead, my dearest,
Sing no sad songs for me;
Plant thou no roses at my head,
Nor shady cypress tree:
Be the green grass above me
With showers and dewdrops wet;
And if thou wilt, remember,
And if thou wilt, forget.

I shall not see the shadows,
I shall not feel the rain;
I shall not hear the nightingale
Sing on, as if in pain:
And dreaming through the twilight
That doth not rise nor set,
Haply I may remember,
And haply may forget.

(Quelle: poetry foundation)