The Victorians

Das viktorianische England

Kurioses aus dem Alltagsleben:

  • die Beine der Pianos wurden aus Gründen das Anstands verhüllt
  • Godfrey’s Cordial (ein Sirup aus Laudanum und Morphium) galt als Wundermittel
  • „Cocaine Toothache Drops“ von Lloyds Manufacturing für 15 cents
  • Der Leibarzt von Queen Victoria verschrieb Marihuana gegen Menstruationsbeschwerden
  • Punch & Judy war ein beliebtes Straßentheater
  • Tageszeitungen: Guardian, Daily Telegraph, Tory Saturday Review kosteten 1 Penny
  • Hansom: Kutsche mit zwei Sitzen, vorn offen
  • ferretting – mit dem Frettchen auf Rattenjagd gehen

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In gehobenen viktorianischen Häusern hätte man Teewagen, Chippendale Sidboards, ägyptische Bronzekatzen, holländische Tabakdosen, ausgestopfte Vögel, einen Drawing und einen Morning Room und vielleicht ein Gemälde von Gainsborough oder Grimshaw finden können

Auf dem Lande gehörte es zu den gepflegten Beschäftigungen des Mannes, sich der Jagd, Cricket oder dem Schwimmen zu widmen. Weniger gern gesehen war die Teilnahme an Hahnen-oder Hundekämpfen.

Ein Tag auf dem Lande begann gegen 10 Uhr mit einem ausgedehnten Frühstück. Danach gingen die Herren auf die Jagd und die Damen langweilten sich mit dem Schreiben von Briefen an winzigen runden Tischen. Zum Lunch kleideten sich die Damen in Tweed und besuchten die Herren im Gelände. Selbstverständlich begleiteten auch einige Damen die Jagd, galten dann aber als „blutrünstig“.

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Kleidung

  • um 1800 waren Kleider noch aus sehr leichten, flirrenden, manchmal transparenten Stoffen und unter dem Busen tailliert. Sie hatten keine Taschen und die Damen trugen ein kleines Täschchen „reticule“ mit sich
  • im Laufe des Jahrhunderts änderte sich die Silhouette der weiblichen Mode zu einer mehr Glockenähnlichen Form. Um 1850/60 löste die Crinoline, der Reifrock, die 6-7 Unterröcke ab. Der Reifrock machte die Kleider zwar etwas leichter, doch war der weitausgestellte Reifrock ein Hindernis für manche Tür, Stolperfalle auf Treppen und kalt und zugig. Zudem machte das sperrige Kleidungsstück das Sitzen auf  Stühlen zu einem unbequemen Kunststück.
  • Trugen die Herren zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch hoch taillierte Jacken, enganliegende Kniehosen und Hemden mit kinnhohen Kragen, kam später der Gehrock in Mode. Schwarz wurde die dominierende Farbe und der Frack hielt Einzug.
  • Stiefel waren die Schuhe der Wahl, was den verschmutzten oft kaum passierbaren Gehwegen geschuldet war
  • jeder Gentleman führte einen Gehstock mit sich, der den Degen/Schwert ersetzte
  • Handschuhe wurden von Damen und Herren zu jeder Gelegenheit getragen. Nur zum Essen durften die Handschuhe abgestreift werden